Berge, glitzernde Seen, kaiserliche Mehlspeisen und obendrauf noch ein Sisi-Schlösschen. Mehr geht nicht, im Salzburger Land.


Schon ist mein Konzept hinfällig. Nur über Deutschland berichten zu wollen. Denn hinter den Bergen, bei den sieben Zwergen, da gibt es ein Land, mit Bergseen, so türkis schillernd und glitzernd, dass man gar nicht mehr glauben kann, dies sei eine echte Non-Filter-Realität; mit Köstlichkeiten voller guter Butter - und mit unverhofft viel Kultur. Auf nach Bad Ischl!



Von Salz und Zucker in Bad Ischl. Im Norden Österreichs, inmitten malerischer Seen wie dem Mondsee, Traunsee, Fuschlsee und berühmten Wolfgangsee gelegen, hat sich Ischl vor 200 Jahren durch Salz und Zucker einen Namen gemacht.



Der Wiener Arzt Franz Weiler erkannte die heilenden Kräfte des Salzes und etablierte den kleinen Ort Ischl als Kurort, lies Badehäuser, Solebäder und Hotels bauen und empfahl der noch kinderlosen Sophie von Bayern nach vielen Fehlgeburten regelmässige Salzkuren in Ischl.


Das Resultat: drei Söhne - genannt die Salzprinzen. Einer davon war Franz Joseph, der spätere Kaiser von Österreich.

 

 

Dem Salzkammergut verdankte Franz Joseph nicht nur sein Leben, in Bad Ischl lernte er Elisabeth, seine Sisi, kennen, hier fand die Verlobung statt, hier verbrachte er über 60 Sommer, hielt Hof und regierte aus den privaten Räumen für die Sommerfrische - dem heutigen Kaiserpalast - ein Weltreich.
Und unterzeichnete in den Räumlichkeiten die verhängnisvolle Kriegserklärung an Serbien, die schließlich in den 1. Weltkrieg mündete.

 

Die Kaiserfamilie verbrachte viele Sommer in Ischl und zog die Wiener Gesellschaft mit. Bad Ischl wurde zum Inbegriff der mondänen Sommerfrische. Noch bis ins 20. Jahrhundert zog die künstlerische Boheme nach Bad Ischl.

 

Ein offizieller „Zuckerbäcker und Hoflieferant für Zuckerwaren & Mehlspeisen“ gehörte natürlich auch bei der Sommerfrische des Hofstaates dazu. Vor allem wenn das Kaiserpaar eine besondere Vorliebe für Süßes hat! So wurde der Zuckerbäcker Johann Zauner aus Wien nach Bad Ischl geholt.

 

Die 1832 eröffnete Konditorei Zauner existiert noch heute in 7. Generation. Die Lieblingsspeisen des Kaiserpaares, wie die Ischler Törtchen gehören zu den Klassikern österreichischer Backkunst.



Tradition goes Fashion.
Wechselnde Ausstellungen im Marmorschlösschen des kaiserlichen Parks in Bad Ischl verbinden die Kultur von Geschichte und Gegenwart.

Wer mehr über die Schwiegermutter Sisis und „heimliche Kaiserin Österreichs“ wissen möchte, dem sei nachfolgender Artikel empfohlen:

 

https://www.habsburger.net/de/kapitel/erzherzogin-sophie-die-heimliche-kaiserin

Schon zu Lebzeiten durfte die Kaiservilla und privaten Räume besichtigt werden, und auch heute ist dies während der Sommermonate möglich.



Mehr zum Thema Kaiserin Elisabeth und dem Leben damals und heute im Salzburger Land, Buchempfehlungen und Einkaufstipps für viele schöne Dingen des Lebens gibts hier.


Elisabeth und Franz Joseph in Ischl:

Genussplätze im Salzburger Land:

Übernachten im Salzburger Land: